So schwer ist er zu erreichen, so leicht wieder zu verlieren:

Der innere Friede, das Loslassen von Schmerz und Trauer!

 

Der Sinn, den es zu entdecken gilt - er ist Balsam für die Menschen-Seele.

Doch wo liegt er begraben, dieser Schatz der Weisheit?

In unseren Herzen, den Äckern Gottes.

 

So wie der Pflug die Erdkruste bricht, so hinterläßt das Leben viele Furchen im himmlischen Garten.

 

Das Reich Gottes entsteht in jedem von uns.

Licht und Schatten - Erdkruste und Furche;

von oben gesehen zeichnen sie einzigartige Muster.

Gegensätze vereinigen sich zu etwas Drittem, der Schöpfung.

 

Manchmal meinen wir, das Mosaik - unser Lebenspuzzle - enträtseln zu können.

Getröstet sind wir dann - für einen Augenblick.

Kehren diese Momente wieder, entsteht Vertrauen - Glaube.

Durch die nächste Leidensphase hilft uns die Hoffnung, auch ihren Sinn irgendwann zu erfassen.

 

Mit jeder neuen Furche wird der Boden bereitet.

Ungeduld und Unverständnis heißen die Steine, die der Bauer an den Rand schafft.

Schon läßt sich erahnen, was göttliche Liebe ist.

Zart und verletzlich sind die Triebe dieser besonderen Rose.

Drum behüte sie gut, denn allein diese Pflanze schenkt Dir auf Dauer inneren Frieden.

 

Dorothee Nasemann

03.03. 2002

Innerer Frieden